Rechtsprechungsdatenbank der Thüringer Verwaltungsgerichtsbarkeit

Gericht:OVG Weimar
Entsch.-Datum:09/28/2000
Entsch.-Typ:URTEIL
Aktenzeichen:3 KO 700/99Rechtskräftig: ja

Sachgebiet: Tierschutz (0526)
Titel: Tierschutz
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Fundstellen: ThürVBl
DVBl
NuR
AgrarR
NVwZ-RR
ThürVGRspr
2001, 62 ff
2001, 496
2001, 107 ff
2001, 221ff
2001, 507 ff
2002, 1 ff
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Rechtsquellen: TierSchG § 1
TierSchG § 2 Nr 1
TierSchG § 16a Satz 1
TierSchG § 16a Satz 2 Nr 1
ThürVwZVG § 43
ThürVwZVG § 44
ThürVwZVG § 45
OWiG § 130
VwGO § 80 Abs 1
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Schlagworte: * Pferdehaltung
* Unterbringung
* Weidekoppel
* Einzäunung
* Stacheldraht
* Sachverständigengutachten
* Beweiserhebung
* Verfügung
* Regelungsinhalt
* Unterlassungsgebot
* Handlungsgebot
* Beseitigungsverlangen
* Vollstreckungsregelung
* Bußgeld
* Zwangsmittelandrohung
* Fristablauf
* Erledigung
* Rechtsschutzbedürfnis
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Leitsätze: 1. Eine Stacheldrahteinzäunung für Pferdekoppeln ist - jedenfalls bei alleiniger Verwendung als Umzäunung - tierschutzwidrig. Sie entspricht nicht den Anforderungen an eine verhaltensgerechte Unterbringung von Pferden gemäß § 2 Nr. 1 TierSchG.

2. Eine Zwangsmittelandrohung, die mit einem weder bestandskräftigen noch sofort vollziehbaren Verwaltungsakt verbunden ist, erledigt sich insgesamt, wenn wegen der Einlegung von Rechtsbehelfen der Betroffene der auferlegten Handlungspflicht bis zum Ablauf der mit der Androhung verbundenen Frist nicht nachzukommen brauchte.

3. Zur Auslegung einer Verbotsverfügung als unselbständiges Beseitigungsverlangen.


Dokument: 99-3KO-00700-U-A.pdf - 99-3KO-00700-U-A.pdf





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